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Willkommen in der mobilen Welt!
Interview des Monats mit Andreas Bargfried von CODie software e.K.
Ab Februar 2012 stellt die Firma CODie, Hersteller von Bestandsführungs- und Provisionsabrechnungssoftware ihren Kunden Apps für Smartphones und Tablets zur Verfügung, um die Daten aus der Datenbank offline auf diesen Geräten anzuzeigen und zu bearbeiten.
Redaktion:
Herr Bargfried, seit 2 Jahren können Ihre Kunden das CODieBOARD#finance-center über eine Webobefläche aufrufen. Warum haben Sie jetzt auch noch mobile Applikationen entwickelt?
Andreas Bargfried:
Eine Weboberfläche ist eine sinnvolle Ergänzung eines Bestandsführungssystems, um Berater im Außendienst kostengünstig Zugang zu Kunden- und Vertragsdaten, Terminen, Dokumenten und Statistiken zu gewähren. Zudem lassen sich viele Funktionen, die ausschließlich im Backoffice notwendig sind, auszublenden und damit die Bedienung für den Berater möglichst einfach gestalten. Eine Webanwendung läßt sich heute problemlos auf Smartphones und Tablets starten. Die Bedienung auf Smartphones stellt sich aber aufgrund der Displaygröße schwieriger dar, als gedacht.
Erschwerend kommt hinzu, dass Webanwendungen nur bei bestehender Internetverbindung sinnvoll nutzbar sind.
Seit Ende 2010 boomt weltweit der Smartphone-Markt. Mittlerweile werden täglich 100-tausende Smartphones aktiviert. Allein in Deutschland wurden in 2011 11,8 Mio Smartphones verkauft.
Diesem Trend konnten wir uns natürlich nicht verschließen, da mittlerweile auch über 70 % unserer Anwender Smartphones nutzen.
Also stellen wir unseren Kunden ab sofort für mobile Endgeräte optimierte Applikationen (Apps) für Smartphones und Tablets für iOS, Android und Blackberry zur Verfügung.
Diese sind je Kunde individualisiert in Umfang, Funktionalität und Design.
Redaktion:
Seit mittlerweile über 20 Jahren entwickelt Ihr Unternehmen schwerpunktmäßig Softwarelösungen für die Bestandsverwaltung und Provisionsabrechnung in der Finanzbranche, wie hat sich aus Ihrer Sicht das Nutzerverhalten geändert?
Andreas Bargfried:
Als wir 1990 mit der Entwicklung der ersten Branchenlösung begannen, war die mobile Nutzung von Bestandsdaten noch undenkbar. Zu diesem Zeitpunkt waren Mobiltelefone noch weit davon entfernt, grafische Inhalte darzustellen, die ersten Notebooks waren schwer und boten eher die Funktionalität von elektrischen Schreibmaschinen, auf denen man Daten speichern konnte.
Bis Anfang des 21. Jahrhunderts nutzten unsere Kunden unsere Anwendung in lokalen Netzwerklösungen und waren damit natürlich denkbar unflexibel.
Im Jahr 2002 konnten durch eine Kooperation zwischen unserem Unternehmen und MAKLERSOFTWARE.COM erste Kunden ihre Anwendung über den Nokia Communicator und einen Citrix-Client starten, ohne mit dem lokalen Firmennetzwerk verbunden zu sein.
Langsame Verbindungsgeschwindigkeiten und hohe Verbindungskosten ließen diese Option allerdings weitestgehend ungenutzt.
Seit 5-6 Jahren ersetzen Notebooks mit UMTS-Zugang und günstige Angebote, um Datenbanken in Rechenzentren auszulagern, zusehends den stationären PC und ermöglichen dadurch hohe Flexibilität und Standortunabhängigkeit.
Mit dem Einzug von Smartphones und Tablets wünschten sich unsere Kunden Apps für ihre Endgeräte, um Kunden-, Vertragsdaten, Termine und Dokumente jederzeit mobil zur Verfügung zu haben, auch ohne Internetverbindung.
Redaktion:
Welche Funktionalität wird denn Ihre App bieten?
Andreas Bargfried:
Grundsätzlich sei gesagt, es wird nicht „die eine App“ geben, da jeder unserer Kunden individuelle Ansprüche an Funktionalität und Design stellt. Jede Kunden-App kann binnen weniger Tage nach den Wünschen des Kunden ausgeliefert werden und unterstützt standardmäßig iOS-, Android- und Blackberry-Endgeräte. Uns war es wichtig, jedem Kunden seine individualisierte App zur Verfügung zu stellen.
Standardmäßig können Kunden- und Vertragsdaten, sowie Termine und Aufgaben in die App geladen werden. Welche Detailtiefe dabei angezeigt wird, entscheidet der Kunde selbst. Dazu ist natürlich eine Internetverbindung notwendig. Danach stehen die Daten, wenn gewünscht, auch im Offline-Modus zur Verfügung, können geändert, neu angelegt und bei bestehender Internetverbindung wieder synchronisiert werden. Durch die Authentifizierung an der Backoffice-Version wird sichergestellt, dass der Nutzer nur Zugriff auf seine Daten hat.
Es können neue Kunden und Interessenten erfasst und übertragen werden.
Gesellschaftsdaten mit Ansprechpartnern, sowie Produkthighlights und Inhalte der Firmen-Webseite können ebenfalls in der App dargestellt werden, sowie tägliche Statistiken.
Abhängig von der eingestellten Standardsprache auf dem Endgerät, können die Daten problemlos in der entsprechenden Landessprache des Nutzers angezeigt werden.
Updates erfolgen direkt beim Start in der App, ohne das diese, wie üblich, jedesmal neu installiert werden muss.
Redaktion:
Warum haben Sie die App nicht, wie bisher bei anderen Softwareherstellern üblich, als mobile Webseite entwickelt?
Andreas Bargfried:
Wie bereits zuvor erwähnt, sind Webinhalte lediglich eine sinnvolle Ergänzung zur Backoffice-Anwendung, allerdings auch stark eingeschränkt.
Um die Funktionalität des Endgerätes voll zu nutzen, bedarf es einer sogenannten „Nativen App“, die die Daten nicht bei jeder Anfrage aus dem Web abholt, sondern direkt vom Endgerät.
Wenn Ihr Kunde Sie anruft , während Sie unterwegs sind und Sie nach dem Vertragsinhalt eines bestimmten Vertrages fragt, ist eine gleichzeitige Nutzung des Telefons und des Internets in der Regel (mal abgesehen von der deutschlandweiten Netzabdeckung )nicht möglich, ohne ein weiteres Gerät (Laptop etc.) zu benutzen.
Genau hier setzen wir an.
Wenn die Daten jedoch in der App gespeichert sind, können Sie sofort kompetente Antworten geben.
Allein die Geschwindigkeit der Suche (ohne das die Internetverbindung abreißt) ist in einer „echten“ App um ein vielfaches höher, als im Web.
Zusätzlich können wir durch den sogenannten Debug-Modus, den der Nutzer bei Problemen einschalten kann, sofort das Problem lokalisieren und durch ein Live-Update beheben.
Redaktion:
Vielen Dank für das Interview! |
Copyright© Sascha Zingler/ Sebastian Laude 2010 |  | 
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